Periphere Nervenmobilisation

Die Behandlung peripherer Nerven

Nervengewebe ist integraler Bestandteil aller Funktionssysteme des menschlichen Körpers. Voll funktionsfähig ist ein Nerv als Informationsübermittler nur dann, wenn er sowohl in seinem Inneren als auch nach außen hin, also gegen seine Umgebung, frei beweglich ist. Nur so kann er seinen neurophysiologischen Aufgaben ungehindert nachkommen und ausreichende lokale und systemische Reaktionsfähigkeit erbringen.

Ein Nerv, der in seiner Funktionsfähigkeit gestört ist, zeigt u.a. folgende Merkmale:

  • Verlust der Gleitfähigkeit
  • Veränderung der Konsistenz des Gewebes, das Gewebe wird fester, teilweise kommt es zu knötchenförmiger Fibrosierung
  • Empfindlichkeit bis Schmerz bei der Palpation

Man kann an bestimmten Stellen des Körpers den Verlauf der peripheren Nerven tasten und diese mit einer speziellen Technik mobilisieren.

Wirkungsweise der Mobilisation der peripheren Nerven:

  • Verbesserung der Mobilität der faszialen Umhüllung des Nerven und Verbesserung der Gleitfähigkeit
  • Senkung des intraneuralen Druckes bedeutet Verbesserung der Informationsleitung der zu versorgenden Gefäße

Senkung des extraneuralen Druckes: bedeutet bessere Beweglichkeit gegenüber angrenzende Gewebe

Bei folgenden Krankheitsbildern ist die Behandlung peripherer Nerven indiziert:

Indikationen zur Behandlung des Plexus cervicalis:

  • Kopfschmerz, besonders die, die im Nacken beginnen und in den Hinterkopf ausstrahlen
  • Schwindel und Gleichgewichtsstörungen
  • Syndrom der oberen Thoraxapertur
  • Beschwerden im Bereich der Schultergürtelregion
  • Veränderung und Störung des Zwerchfells
  • Störung der Bauchatmung

Indikationen zur Behandlung des Plexus Brachialis:

  • Beschwerden im Sinne des Zervikobrachialsyndroms
  • Beschwerden im Sinne einer Periarthropatiahumeroscapularis
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Epicondylopathiahumeriradialis und ulnaris
  • Dysästhesien im Verlauf der gesamten Schulter und des Armes
  • Beschwerden im Bereich der Schultergürtelregion

Indikationen zur Behandlung des Plexus Lumbalis:

  • Beschwerden im Bereich des Knie –und Hüftgelenkes
  • Hypo- und Hyperästhesien des gesamten Beines bis hin zum Fuß
  • Nierenptose
  • Lumbale Schmerzproblematik

Indikationen zur Behandlung des Plexus Sacralis:

  • Bandscheibenvorfall
  • Hüft- und Kniegelenksbeschwerden
  • Lumboischalgieforme Schmerzproblematik
  • Beschwerden im Sprunggelenksbereich, bes. posttraumatisch
  • Fußsohlenbeschwerden, insbesondere beim Fersensporn!!
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