Fußreflexzonentherapie

FußreflexzonentherapieDie Reflexzonentherapie am Fuß entwickelte sich zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Der ameri­kanische Arzt Dr. William Fitzgerald konnte empirisch nachweisen, dass die in der jeweiligen Längszone am Körper angeordneten Organe, Gewebe und Systeme in der gleichen Körperzone am Fuß, als Mikrosystem verkleinert, therapierbar sind.

Die Reflexzonentherapie am Fuß findet ihren Einsatz in der physikalischen Therapie in vielen Indikationsbereichen, meist als Serie von 6-12 Behandlungen und stellt eine sinnvolle Alternative zur häufig überbetonten apparativen Patientenbehandlung dar.
Sie findet auch als Kombinationstherapie z.B. zur Unterstützung der Funktionsabläufe von Niere, Darm, Wirbelsäule und Lymphsystem und als palliative Maßnahme ihre Anwendung.

In der Pädiatrie ist die Reflexzonentherapie am Fuß besonders geschätzt, denn Kinder erleben den natürlichen Heilreiz meist weniger voreingenommen als Erwachsene und reagieren oft rasch mit Verbesserung der Beschwerden.
Jeder Mensch weist Reflexzonen am Fuß auf. Sie sind im gesunden Zustand so wenig spürbar wie ein normal funktionierendes Organ. Erst bei pathologischen Veränderungen im Organ oder System werden auch die Reflexzonen erkennbar. Man unterscheidet beim ersten Befund die Symptomzonen von den Hintergrundzonen. Die Symptomzonen sind identisch mit den Zonen der jeweiligen Organe oder Systeme an denen sich die Symptomatik bei Patienten spürbar zeigt, z.B. die Hüftzone bei Coxarthrose. Hintergrundzonen sind diejenigen, die den belasteten Hintergrund aufzeigen, auf dem das jetzige Beschwerdebild entstanden ist. Sie umfassen oft eine Vielzahl von Zonenbereichen.

Ein spezielles Merkmal der Methode sind die häufig ausgelösten Reaktionen. Sie sind erwünschte und erwartete, meist kurzfristige Heilkrisen, die nicht mit neuen Krankheiten verwechselt werden dürfen.
Sie werden durch die Therapie hervorgerufen und kennzeichnen eine Reaktivierung der geschwächten Regenerationskräfte im Menschen.
Die auftretenden Reaktionen sind in jedem Fall positiv zu bewerten, selbst wenn sie vorübergehend störend sein können.

Folgende Krankheiten stellen bewährte Indikationen für die Reflexzonentherapie am Fuß dar:

  • akute und chronische Symptome am Bewegungsapparat
  • akute und chronische Belastung und Erkrankung im Urogenitaltrakt
  • Funktionsstörungen im Atmungs- und Herzbereich
  • Störungen im Verdauungssystem
  • Kopfbelastung verschiedenster Genese, auch zur Unfallnachbehandlung

Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich selbst bei Patienten mit schweren degenerativen Erkrankungen (M.Bechterew, M.Parkinson, Mukoviszidose, MS, Krebs, Lähmungen) eine Reihe von Begleitumständen verbessern lässt:

  • Aktivierung der Ausscheidungsorgane
  • die Erleichterung der gravierenden Schmerzzustände im Endstadium von Karzinomer­krankten
  • vermehrte Kontrolle über die Schließmuskulatur von Blase und Darm
  • Stabilisierung der seelischen Verfassung

Die Reflexzonentherapie am Fuß weist bei guter Dosierung und Akzeptanz der Kontraindika­tionen keine schädigende Wirkung auf, denn sie wirkt auf den ganzen Menschen ordnend und heilend.
Sie ist gut kombinierbar mit anderen Methoden aus dem medizinisch-therapeutischen Sektor.    
Die Fußreflexzonentherapie ermöglicht durch den Einsatz der Hand einen ganz persönlichen Zugang zum Kranken und vermittelt dadurch die wichtige „Arzeney“ (Paracelsus) der mitmenschlichen Berührung.

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